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Chinas private Haushalte haben sich vielfach übernommen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 08. Januar 2018 um 05:16 Uhr

Peking rühmt sich, mit seiner Wirtschaftspolitik die größte Mittelschicht der Welt geschaffen zu haben. Doch genau diese verschuldet sich in rasendem Tempo. Die Alarmzeichen mehren sich.

Online-Bestellungen in Milliardenhöhe gingen in virtueller Windeseile ein. Die erste digitale Milliarde war innerhalb von zwei Minuten verbucht, als am 11. November um Mitternacht Chinas größte Schnäppchenjagd im Netz startete. Der Internetriese Alibaba mit seinem Chef Jack Ma hatte den sogenannten „Singles’ Day“, eine Parallele zum amerikanischen „Black Friday“ 2009 erfunden. Im vergangenen Jahr stellte er einen neuen Rekord auf – mit einem Tagesumsatz von 25,4 Milliarden Dollar. Das waren 40 Prozent mehr als im Vorjahr und umgerechnet mehr als eine Milliarde Dollar pro Stunde. Auch Unternehmen aus dem Ausland verdienten kräftig mit. 40 Prozent der auf Chinas digitalem Marktplatz umgeschlagenen Schnäppchen kamen von dort.

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Xinjiang: Was darf‘s denn sein – vielleicht ein Schafskopf? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 25. Dezember 2017 um 02:46 Uhr

Kashgar ist eine quirlige Stadt an der Seidenstraße in der westchinesischen Region Xinjiang. Den Besuch des Marktes dort vergessen Fremde nicht so leicht. Das liegt auch an den ungewohnten Delikatessen.

Mich verschlägt es nach Xinjiang, ganz im Westen Chinas an der Seidenstraße. Aus Sicht Pekings wenig entwickelt und rückständig. Xinjiang ist eine Gegend, in der keine klassischen Han-Chinesen leben, sondern Uiguren. Sie sehen auch nicht aus wie Chinesen, sondern sind klare Zentralasiaten, traditionell gekleidet und überwiegend muslimisch.

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Irre Rallye durch die Mongolei PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 18. Dezember 2017 um 03:42 Uhr

Eine Million Chinesen und 300.000 Geländewagen in der Wüste: Einmal im Jahr findet in der Inneren Mongolei das weltgrößte Offroad-Event statt. Wer die Massenparty nicht selbst erlebt hat, kann es kaum glauben.

Vor mir baumelt eine gehäutete Ziege, daneben tanzen und singen die Grillspieß-Verkäufer zu plärrender Popmusik. Motoren heulen auf, überall parken SUVs. Hinter mir erstrecken sich bis zum Horizont provisorische Straßen, daneben Zelte.

Am Rande des gigantischen Areals mitten in der Wüste Gobi ziehen fünf Kunstflieger in Formation vorbei. Ein schwerer Buggy überholt röhrend. Diese Momentaufnahme steht symbolisch für die Erlebnisse hier: Reizüberflutung!

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Chinas «Infiltrationsversuche» in Australien PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 18. Dezember 2017 um 03:35 Uhr

Nirgends ist die Debatte um den «langen Arm» Chinas so aufgeheizt wie in Australien. Offenbar kauft die Volksrepublik im grossen Stil Einfluss in Medien und Politik.

Bislang redeten alle über Russland, darüber, wie Wladimir Putin und seine Helfer versuchen, in westlichen Demokratien Einfluss zu nehmen. Mit einem Mal aber rückt China in den Fokus. In dieser Woche kam einiges zusammen: In den USA begann der Kongress eine erste Anhörung zum «langen Arm» Chinas: «Allgegenwärtig» seien mittlerweile die Versuche der chinesischen Regierung, im westlichen Ausland «die Debatte über heikle Themen zu steuern, zu kaufen oder politischen Einfluss zu erzwingen», erklärt die mit China befasste Kommission im Kongress. Der Verfassungsschutz in Berlin warnte vor Infiltrationsversuchen chinesischer Geheimdienste in Deutschlands Parlamenten und Behörden.

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Milliarden-Brücke in China: Ein 55 Kilometer langer „weißer Elefant“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Dienstag, den 05. Dezember 2017 um 05:10 Uhr

Zhuhai. Eigentlich soll die 55 Kilometer lange Brücke ein Symbol der Einheit Chinas sein. Schließlich verbindet sie das Festland mit Hong Kong und Macau. Die Bauarbeiten am schon im Jahre 1983 formulierten Traum des chinesischen Ingenieurs Hu Yingxiang befindet sich nun im finalen Abschnitt, Anfang 2018 soll die Brücke in Betrieb genommen werden.

Und „das Jahrhundertprojekt“ klingt auf dem Papier grandios: die Reisezeit von Hong Kong zum chinesischen Festland könne von viereinhalb Stunden auf geschätzte 30 Minuten verkürzt werden. Bis 2035 sollen täglich 60.000 Vehikel bis zu 250.000 Passagiere vom chinesischen Zhuhai nach Macao oder Hong Kong und umgekehrt befördern. Künftig hofft man auf einen stärkeren Austausch und eine größere ökonomische, soziale und kulturelle Integration der Region. Zudem soll die Brücke mehr Fabriken in den westlichen Teil des Pearl River Deltas locken, wo die Preise noch nicht ganz so hoch sind wie in Shenzhen oder Dongguan, die einst als „Werkstatt der Welt“ galten.

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