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Parteitag in China: „Vor allem weiches, geschmackloses Essen“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 23. Oktober 2017 um 08:11 Uhr

Zum Parteitag der Kommunistischen Partei will sich China von seiner besten Seite präsentieren. Eine Tour soll etwa zeigen, wie sich das Land auf die Alterung der Gesellschaft einstellt – zumindest in der Propaganda.

Peking. Wenn das Älterwerden wirklich so ist, wie die Kommunistische Partei es darstellt, dann sollte man sich damit beeilen. In einem Keller im Ainong Altenheim im Chaoyang Distrikt von Peking tanzen pensionierte Damen in eng anliegenden Qipaos, ein traditionelles chinesisches knöchellanges Frauen-Kleidungsstück, und hochhackigen Schuhen zu einem Folklorelied. Mit schwingenden Hüften laufen sie immer wieder nach vorne, drehen sich mit einem verführerischen Lächeln und wedeln mit dem Fächer. Von Arthritis keine Spur. So macht Älterwerden Spaß.

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Digitalisierung in China: Sei eine 1 - oder du bist eine 0 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 23. Oktober 2017 um 08:08 Uhr

Rollende Supermärkte, Smartphones statt Bargeld und iPhones für die Welt: In China schreitet die Digitalisierung schneller voran als im Westen. Doch die totalitären Pläne von Staatschef Xi Jinping taugen eher als Warnung für uns.

Wenn jemand in China im populären Messenger WeChat Pu den Bären erwähnen will, wird die Nachricht automatisch blockiert. Winnie the Pooh ist ein Spitzname, den Chinesen ihrem Staatschef Xi Jinping gegeben haben. Aber der Partei gefällt dieser eigentlich doch ganz nette Vergleich mit dem Teddy nicht. Dort sind westliche Kinderbücher generell nicht so beliebt. Und der Wunsch der Regierung ist den Betreibern von WeChat Befehl. Sogar Pu-Bilder werden automatisch zensiert.

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"Königin der Etikette" bringt Chinesen Manieren bei PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Dienstag, den 17. Oktober 2017 um 04:32 Uhr

June Dally-Watkins ist in China die "Königin der Etikette". Die rund 90-jährige Lehrerin kommt aus Australien und ihr Benimmkurs erfreut sich großer Beliebtheit - trotz seines üppigen Preises.

In Deutschland kennt man den Knigge, der den Menschen die ultimativen Regeln des guten Anstands vermitteln soll. In China hingegen haben sie June Dally-Watkins. Sie ist in ihrer Heimat in Australien wohlbekannt und unterrichtet nun auch unter anderem willige Chinesen in den Regeln der guten Manieren nach Meinung der westlichen Welt. Die Lehrerin mit weiteren Details ihrer Arbeit: "Ich meine, für sie ein Messer und eine Gabel zu halten oder eine Suppe zu essen, ist so anders als mit Stäbchen zu essen. Und außerdem unterrichte ich sie darin, dass sie eine gute Körperhaltung haben müssen. Sie dürfen sich nicht runterbeugen und ihr Essen auf halben Weg verspeisen."

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Xi und die Zombies – geht von China die nächste Krise aus? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Dienstag, den 17. Oktober 2017 um 04:24 Uhr

Chinas starker Mann wird diese Woche seine Machtbasis weiter ausbauen. Doch die Wirtschaft steht auf wackligen Beinen. Geht von China die nächste globale Finanzkrise aus?

Aus westlicher Sicht gibt es zwei Chinas. Das eine ist ein unfassbar starkes Land – das andere ein aufgeblasener Riese auf schwankendem Grund. Beunruhigend sind beide.

Beginnen wir mit der Geschichte vom starken China. Sie handelt von einem Land, das dasteht wie eine Terrakottaarmee aus Superhelden – ein Milliardenheer in schimmernden Rüstungen: unnahbar, unbesiegbar, unüberwindbar. Dieses China hat seine wahre Stärke noch gar nicht erreicht. Es ist unaufhaltsam auf dem Weg, die Welt zu dominieren und die USA als Supermacht abzulösen.

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China plante die Rettung der Juden Europas PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 09. Oktober 2017 um 06:43 Uhr


Neue Archivfunde belegen, dass China sich 1939 darauf vorbereitete, im großen Stil verfolgte Juden aufzunehmen. Ein Forschungsbericht unseres Gastautors.

China erarbeitete 1939 einen Plan, verfolgte europäische Juden in der abgelegenen südwestlichen Provinz Yunnan in der Nähe der birmanischen Grenze anzusiedeln. Das geht aus kürzlich im chinesischen Staatsarchiv entdeckten Dokumenten hervor. Zu dieser Zeit befand sich China inmitten eines demütigenden Rückzugs ins Innere des Landes. Japanische Streitkräfte drangen nach dem Fall der provisorischen Hauptstadt Hankou Richtung Westen vor. Der aus unbekannten Gründen nie in die Tat umgesetzte Plan spiegelt die Sympathie der chinesischen Elite für die Juden wider – und ihre Bereitschaft, den Juden in ihrer Zeit der Not zu helfen. Er reflektiert aber auch pragmatischere Abwägungen.

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