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Chinas Wachstum fällt auf 6,9 Prozent - Tiefster Stand seit 25 Jahren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Mittwoch, den 20. Januar 2016 um 08:50 Uhr
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Von Andreas Landwehr, dpa

Dem chinesischen Drachen fehlt Feuer. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft kühlt ab. Darunter haben auch deutsche Exporteure zu leiden. Chinas Präsident gibt sich optimistisch. Wie geht es weiter?

Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr mit 6,9 Prozent so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr gewachsen. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft fiel im vierten Quartal sogar auf nur 6,8 Prozent im Vorjahresvergleich, wie das Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete. Das war der niedrigste Zuwachs in einem Quartal seit Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008. Die Konjunkturschwäche trifft auch deutsche Exporteure, die erstmals seit 18 Jahren weniger ins Reich der Mitte ausführen.

Chinas Wachstum lag mit 6,9 Prozent wie erwartet im unteren Bereich der Vorgabe der Regierung von «rund 7 Prozent». Erstmals trug aber der Dienstleistungssektor mit 50,5 Prozent (Vorjahr: 48,1) zu mehr als der Hälfte der Wirtschaftsleistung bei, was das Statistikamt als Erfolg der Umstrukturierung wertete. Das Wachstum der Industrieproduktion fiel von 8,3 auf 6,1 Prozent im Vorjahresvergleich. Im Dezember lag der Zuwachs nur bei 5,9 Prozent.

Zwar soll sich die Wirtschaft stärker auf heimischen Konsum stützen, doch schwächte sich der Anstieg der Einzelhandelsumsätze von 12 Prozent im Vorjahr auf 10,7 Prozent ab. Auch der Immobilienmarkt und die Anlageinvestitionen kühlten deutlich ab. Der Investitionszuwachs im Immobiliensektor fiel von 10,5 auf nur noch 1 Prozent. Die Anlageinvestitionen wuchsen nur noch um 10 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch um 15,7 Prozent zugelegt hatten.

Trotz des geringeren Wachstums und der Turbulenzen an Chinas Börsen hält Chinas Staats- und Parteichef die langfristigen Grundlagen der chinesischen Wirtschaft für tragfähig. In der «neuen Normalität» verlangsame sich das Wachstum, so dass die Wirtschaft strukturell angepasst und die Triebkräfte verlagert werden müssten, sagte Xi Jinping auf einem Treffen mit Ministern und Provinzführern.

Chinas Wirtschaft müsse sich stärker auf heimischen Konsum, den Dienstleistungssektor und Innovation stützen, sagte Xi Jinping in seinen Ausführungen, die parallel zu den neuen Zahlen in den Staatsmedien verbreitet wurde. Das Wachstum müsse kurzfristig «stabilisiert» werden, während die langfristige Entwicklung geplant und zwischen den verschiedenen Regionen koordiniert werden müsse.

Es sei «entscheidend», die Überkapazitäten abzubauen, sagte Xi Jinping, der sich persönlich um die Steuerung der Wirtschaft kümmert, die seine Vorgänger jeweils dem Ministerpräsidenten überlassen hatten. Die Industrie müsse umstrukturiert, die Kosten der Unternehmen reduziert, aufstrebende Industrien und der moderne Dienstleistungssektor entwickelt werden, forderte Xi Jinping ferner.

Angesichts der wachsenden Schuldenlast, einer Immobilienblase und Überkapazitäten wird in diesem Jahr aber ein weiterer Rückgang des Wachstums erwartet. Export und Infrastrukturinvestitionen tragen weniger als bisher zum Wachstum bei. Die Weltbank rechnet 2016 nur mit 6,7 Prozent Wachstum in China. Mit dem neuen Fünf-Jahres-Plan, der im März vom Volkskongress gebilligt wird, strebt Chinas Führung durchschnittlich 6,5 Prozent in den nächsten fünf Jahren an.

Im Vorjahr war die Wirtschaft offiziell noch um 7,3 Prozent gewachsen. Doch ziehen viele Experten die amtlichen Zahlen ohnehin in Zweifel und gehen - gemessen an Frachtvolumen oder Energieverbrauch - von einem tatsächlichen Wachstum von lediglich 4 bis 6 Prozent aus.

Die schlechteren Konjunkturaussichten für China, das bisher rund ein Drittel zum globalen Wachstum beitrug, haben in den vergangenen Wochen zu heftigen Turbulenzen an den internationalen Aktienmärkten geführt. Auch die anhaltenden Kursrutsche an Chinas Börsen seit dem Ende des Aktienbooms im vergangenen Jahr sorgten für Unruhe.

 
China verlangt von Banken höhere Yuan-Reserven PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Montag, den 18. Januar 2016 um 09:14 Uhr

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Peking (dpa) - Die chinesische Notenbank stemmt sich mit neuen Maßnahmen gegen die Abwertung ihrer Landeswährung Yuan. So müssen Banken im Auslandsdevisenhandel künftig stärkere Yuan-Reserven vorweisen, wie die Zentralbank am Montag mitteilte. Die Maßnahme soll vom 25. Januar an gelten und nach Ansicht von Experten Spekulationen auf eine Abwertung des Yuan verteuern.

Seit Dezember 2014 waren für ausländische Banken, die in China tätig sind, keine Reserven der Landeswährung Yuan (Renminbi) nötig. Von der neuen Regelung ausgenommen seien unter anderem ausländische Zentralbanken und internationale Institutionen. China will seine Währung langfristig als eigene Leitwährung neben dem US-Dollar und dem Euro etablieren.

Zudem setzte die Notenbank den Mittelkurs des Yuan, um den die Währung im Handel auf dem Festland Chinas nur begrenzt schwanken darf, spürbar höher fest als am Freitag.

In den vergangenen Monaten hatte der Yuan stark abgewertet. Dies hatte an den Finanzmärkten große Unsicherheit über den Zustand der chinesischen Wirtschaft verursacht und Fragen nach der Strategie der Führung in Peking aufgeworfen. In jüngster Zeit hat sich die Situation auch an den chinesischen Börsen jedoch etwas beruhigt.

 
Chinas Automarkt mit dickem Dezember-Plus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 12. Januar 2016 um 08:24 Uhr

Der chinesische Automarkt ist zum Jahresende dank massiver Steuererleichterungen deutlich gewachsen - auf Jahressicht ist das Gesamtbild aber eher trübe. Der Absatz stieg nach Angaben der beiden nationalen Autoverbände im Dezember kräftig an, während für das Gesamtjahr bei allen Fahrzeugklassen das schwächste Wachstum seit drei Jahren vorgelegt wurde. Im Sommer war der Markt eingebrochen. Daraufhin hatten die Autobauer staatliche Hilfen gefordert.

Nach Daten des Herstellerverbandes CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) kletterte der Absatz von Personenwagen an Händler im Dezember um 18,3 Prozent auf 2,44 Millionen Wagen. Laut PCA (Passenger Car Association) stieg die Zahl der verkauften Wagen der Händler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,9 Prozent auf 2,36 Millionen Stück.

Auf Jahressicht ergibt sich ein anderes Bild: Nach CAAM-Angaben stiegen die Auslieferungen an Händler von Autos und Nutzfahrzeugen um 4,7 Prozent auf 24,6 Millionen Stück. Personenwagen legten dabei um 7,3 Prozent zu, während die Nutzfahrzeuge um 9 Prozent auf 3,45 Millionen zurückgingen. Insgesamt ist dies das schwächste Wachstum seit drei Jahren. Im laufenden Jahr erwartet der CAAM ein Plus von gut sechs Prozent auf 26 Millionen Automobile, davon gut 22,76 Millionen Personenwagen. Dies wäre ein Plus von 7,8 Prozent.

Nachdem im Sommer das Wachstum des weltgrößten Automarkts deutlich nachgelassen hatte, senkte die Regierung ab Oktober die Mehrwertsteuer für Autos mit einem Motor von höchstens 1,6 Liter Hubraum. Seitdem zogen die Verkaufszahlen der Personenwagen wieder deutlich an. China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für die deutschen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen.

 
Starke China-Premiere für «Star Wars» PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Sonntag, den 10. Januar 2016 um 10:12 Uhr
Von Andreas Landwehr, dpa

Kann «Das Erwachen der Macht» der erfolgreichste Film aller Zeiten werden? Dafür blickt alle Welt nach China, wo der Film jetzt erst anläuft. Nur sind die Chinesen nicht mit Luke Skywalker aufgewachsen.

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Das neue «Star Wars»-Abenteuer hat eine starke China-Premiere hingelegt. Der siebte Teil der Sternenkrieger-Saga brachte am Samstag nach vorläufigen Schätzungen der Disney-Studios umgerechnet 33 Millionen US-Dollar in die Kinokassen, wie chinesische Staatsmedien am Sonntag berichteten. Auf dem zweitgrößten Kinomarkt der Welt nach den USA liegt der Film von Regisseur J.J. Abrams damit allerdings deutlich hinter dem Actionspektakel «Fast & Furious 7», der im vergangenen Jahr rund 54 Millionen US-Dollar am ersten Tag eingespielt hatte.

Ein Erfolg im Reich der Mitte ist wichtig, wenn «Das Erwachen der Macht» weltweit «Avatar» als den bisher erfolgreichsten Film aller Zeiten ablösen soll. Zumindest in den USA hat «Star Wars» das Fantasy-Abenteuer schon überholt. Disney hob hervor, dass die Premiere in China das bislang beste Ergebnis eines Films bei einem Samstag-Start.

Die «Star Wars»-Nostalgie unter Chinesen ist allerdings nicht so groß wie anderswo, weil das Reich der Mitte gerade erst die Kulturrevolution (1966-76) hinter sich gebracht hatte, als das erste Abenteuer um Luke Skywalker 1977 auf die Leinwand gebracht wurde.

Bei der Premiere am Samstag waren die Kinos auch nicht alle ausverkauft. Eine der Hauptabendvorstellungen in einem großen Cinema-Komplex im Pekinger Vergnügungsviertel Sanlitun war nur zu drei Viertel voll, wobei auffallend viele Ausländer in den Reihen saßen. Viele Chinesen fragten sich auch, ob sie die anderen Teile der siebenteiligen Reihe kennen müssen, um das neue Abenteuer genießen zu können.

«Ich würde gerne erst alle früheren "Star Wars"-Filme sehen, bevor ich mir diesen anschaue, weil ich es sonst vielleicht nicht verstehe», sagte etwa die 33-jährige Helen Lai. «Aber das sind mehr als 13 Stunden. Ich weiß nicht, ob ich die Zeit dafür habe.»

So erschien noch ungewiss, ob das chinesische Publikum «Star Wars» weltweit auf den Spitzenplatz hieven wird. «Wir sind nicht so mit Filmen aufgewachsen wie die Menschen in der westlichen Welt», sagte der 26-jährige Grafikdesigner Andi Cheung. «Ich denke, die jungen Leute in China sind neugierig zu sehen, was es mit "Star Wars" auf sich hat, aber die ältere Generation ist nicht so scharf darauf.»

Erst 1995 war im Zuge der Öffnung Chinas erstmals eine Quote von zehn ausländischen Filme im Jahr zugelassen worden - angefangen mit Arnold Schwarzenegger in «True Lies». Bis heute wird die Zahl ausländischer Filme derart beschränkt. 2015 waren 34 ausländische Produktionen erlaubt. Viele Chinesen schauen allerdings ausländische Filme auf meist raubkopierten DVDs, die leicht und billig erhältlich sind.

So gibt es durchaus auch richtige «Star Wars»-Fans: «Ich liebe "Star Wars» seit ich jung war», sagt die 34-jährige Lin Jianan. In der Mittelschule habe sie die Filme auf DVD gesehen. Damals habe es meist nur Hongkonger Filme und sehr wenig ausländische Werke im Kino gegeben. «"Star Wars" war auch einer der ersten Filme mit Spezialeffekten», sagte Lin Jianan.

«Ich erinnere mich, dass wir eine kaputte Leuchtstoffröhre genommen, und es im Spiel als Lichtschwert benutzt haben», sagte die 34-Jährige. Ihr erster Kinoheld sei auch Harrison Ford (Han Solo) gewesen. «Ich schaue mir bis heute jeden Film an, in dem er mitspielt.»

 
Franzose Perrin nicht mehr Fußball-Nationaltrainer von China PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Freitag, den 08. Januar 2016 um 09:01 Uhr

Der Franzose Alain Perrin ist nicht mehr Trainer der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft. Das teilte der chinesische Verband (CFA) am Freitag mit. Der frühere Coach von Olympique Lyon habe seinen Posten nach Diskussionen mit dem CFA aufgegeben, hieß es in einer Stellungnahme. Der ehemalige französische Nationalspieler Perrin hatte im Februar 2014 das Amt übernommen.

In der Qualifikationsgruppe zur WM 2018 in Russland liegt China auf Platz drei hinter Katar und Hongkong. In der Weltrangliste wird die Mannschaft auf Platz 82 geführt. Bei einer Weltmeisterschaft war das Land bislang erst einmal vertreten. 2002 verlor China bei dem Turnier in Japan und Südkorea unter dem serbischen Trainer Bora Milutinovic alle drei Vorrundenspiele und erzielte kein Tor.

 
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