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Kenia schiebt 22 weitere Taiwanesen mit Gewalt nach China ab PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 12. April 2016 um 15:49 Uhr

Trotz heftiger Proteste aus Taiwan hat Kenia weitere Taiwanesen nach China abgeschoben. Unter Einsatz von Gewalt seien 22 Inhaftierte am Dienstag zum Flughafen gebracht und in eine Maschine nach China gesetzt worden, berichtete das Außenministerium in Taipeh. Am Vortag hatte Kenia bereits auf chinesischen Druck acht Taiwanesen nach China statt in ihre Heimat Taiwan abgeschoben. 15 weitere, die sich zunächst gewaltsam widersetzten, sollten folgen. 

Die Vorfälle sorgen für heftige Verstimmung in den ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Taipeh und Peking, das Taiwan nur als abtrünnige Provinz betrachtet. Es ist eine Herausforderung für Taiwans neu gewählte, chinakritische Präsidentin Tsai Ing-wen, die im Mai in ihr Amt eingeführt wird. Anders als China unterhält Taiwan keine diplomatischen Beziehungen zu Kenia. China besteht auf der Auslieferung, weil es die Taiwanesen wegen Betruges verfolgt.

Die Behörden in Kenia hatten 77 Taiwanesen und Chinesen festgenommen, denen ein nicht näher beschriebener Telekommunikationsbetrug und illegale Einreise vorgeworfen worden waren. Die acht schon am Vortag abgeschobenen und jetzt in einem Gefängnis in Peking Inhaftierten waren mit 15 andere Taiwanesen allerdings von einen Gericht in Nairobi freigesprochen worden, wie das Außenministerium in Taipeh berichtete. Es warf China «Entführung» taiwanesischer Bürger vor. Einer sei zusätzlich noch amerikanischer Staatsbürger.

 
80 Prozent des Wassers aus Brunnen im ländlichen China nicht trinkbar PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 12. April 2016 um 15:45 Uhr

Rund 80 Prozent des Grundwassers aus weniger tiefen Brunnen auf dem Lande Chinas, mit dem Millionen von Bauern und die Landwirtschaft versorgt werden, ist schwer verschmutzt und nicht trinkbar. Die alarmierenden Zahlen gehen aus dem Dienstag vorliegenden monatlichen Grundwasserbericht des Wasserministeriums in Peking hervor, der erstmals Angaben über die Wasserqualität enthält. 

Lediglich 20 Prozent der getesteten 2100 Brunnen in 18 Provinzen der nördlichen Ebenen Chinas erreichten bessere Qualitätsstufe. Nirgendwo sei wirklich sauberes Wasser gefunden worden. Ammoniak, Nitrit und Nitrat vom Dünger trügen vor allem zur Verschmutzung bei, während auch Schwermetalle und andere Gifte entdeckt worden seien, warnte der Bericht, der sich auf nicht besonders tief gebohrte Brunnen bezog. 

Die Versorgung größerer Städte, die ihr Trinkwasser meist aus tieferen Grundwasservorkommen beziehen, sei hingegen nicht bedroht, hob das Ministerium hervor. 85 Prozent dieser Wasserquellen erfüllten die Qualitätsanforderungen. Der Bericht ist nach Ansicht der Umweltorganisation Greenpeace dennoch eine «deutliche Warnung». «Die Verschmutzung des Wassers ist mindestens so ein ernstes Problem wie die Luftverschmutzung», sagte Ada Kong von Greenpeace.

 
China will zur «Top-Fußballnation» aufsteigen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 12. April 2016 um 13:49 Uhr

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Peking (dpa) – China will zu einer neuen Größe im internationalen Fußball werden. Dieses Ziel hat sich der chinesische Fußballverband in einem Aktionsplan gesetzt. Bis 2020 soll für 30 Millionen Schüler an Grund- und Mittelschulen regelmäßig Fußball auf dem Lehrplan stehen. 

20 000 Schulen sollen bis dahin auf Fußball spezialisiert sein. Zudem sollen im ganzen Land 70 000 Fußballfelder entstehen. Bis 2050 soll das Land schließlich zu einer «Top-Fußballnation» aufsteigen. 

Chinas Präsident Xi Jinping, der als eingefleischter Fußballfan gilt, hatte bereits in der Vergangenheit dafür geworben, Fußball im Land voranzubringen. 

Obwohl chinesische Fans großes Interesse an dem Sport haben und Vereine seit Jahren Millionen für ausländische Stars ausgeben, kann Chinas Nationalmannschaft international noch nicht mithalten. Die Herrenmannschaft konnte sich bisher nur 2002 für die Endrunde einer Weltmeisterschaft qualifizieren. 

Auch für das Erreichen der Endrunde bei der WM in Russland 2018 räumen Experten dem Team nur geringe Chancen ein.

 
Wolfgang-Hahn-Preis für chinesischen Künstler Huang Yong Ping PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 12. April 2016 um 13:45 Uhr

Erstmals seit mehr als 20 Jahren geht der mit 100 000 Euro dotierte Wolfgang-Hahn-Preis wieder an einen Künstler außerhalb Europas oder Nordamerikas. Geehrt wird Huang Yong Ping, der 1954 in China geboren wurde und seit 1989 in Paris lebt. Das Besondere sei, dass man ihn weder auf den einen noch auf den anderen Kulturkreis festlegen könne, sagte am Dienstag der Direktor des Kölner Museums Ludwig, Yilmaz Dziewior. Der hochdotierte Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig wird in Form von Werkankäufen ausgezahlt. 

«Wir schätzen uns glücklich, dass Huang Yong Ping die Erwerbung seiner Arbeit "Memorandum" von 2004 ermöglicht», teilte die Gesellschaft mit. Aus Anlass der Preisvergabe zeigt das Museum Ludwig vom 13. April bis zum 28. August eine kleine Ausstellung mit Werken von Huang aus den Jahren 1983 bis 2004. Die Museumsstifter Peter und Irene Ludwig hätten in der Nachkriegszeit schon sehr früh Arbeiten von Künstlern aus Asien, Afrika und Lateinamerika gesammelt, sagte Dziewior.

 
Offener Brief gegen Xi Jinping: Berichte über Festnahmen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: andreas.molau   
Dienstag, den 29. März 2016 um 10:40 Uhr

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In einem online veröffentlichten Schreiben wird Chinas Präsident zum Rücktritt aufgefordert. Peking antwortet mit einer Jagd auf Journalisten, Dissidenten und deren Familien.

In China sind nach Angaben von Menschenrechtlern mehrere Personen im Zusammenhang mit einem offenen Brief festgenommen worden, der Präsident Xi Jinping zum Rücktritt auffordert. Der regierungskritische Blogger Wen Yunchao berichtete am Samstag aus New York, seine Eltern und sein jüngerer Bruder seien in der Provinz Guangdong im Süden des Landes abgeführt worden. Die Polizei habe von ihnen erfahren wollen, ob er hinter dem anonymen Brief stecke, der Staats- und Parteichef Xi auch zunehmenden Personenkult vorwirft.

Wen (45) bestritt jede Verbindung zu dem Schreiben. Es war Anfang März auf der Internetseite «Wujie News» aufgetaucht und von «treuen kommunistischen Parteimitgliedern» unterzeichnet. Inzwischen ist der Brief aus dem Netz verschwunden. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter forderte Blogger Wen auch die US-Regierung dazu auf, sich bei Xi für die Freilassung seiner Familie einzusetzen. Chinas Präsident wird in dieser Woche zu einer Atom-Sicherheitskonferenz in Washington erwartet.

Auch das internationale Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) sowie die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderten die sofortige Freilassung von Wens Familie. «Die Behörden sollen ihre politische Hetze gegen jene einstellen, die sie hinter der Veröffentlichung des Briefes vermuten», sagte William Nee von Amnesty. Weiter nannte Nee die Verfolgung von Familienmitgliedern von Dissidenten «drakonisch und ungesetzlich» und eine «Verhöhnung der chinesischen Ansprüche, Rechtsstaatlichkeit zu respektieren».

Der US-Sender Radio Free Asia hatte vor einigen Tagen berichtet, der Chefredakteur von «Wujie News», Ouyang Hongliang, und mehrere seiner Mitarbeiter seien zur Vernehmung abgeführt worden. Die britische BBC berichtete von 20 Festnahmen. Am Freitag kam der freischaffende Journalist Jia Jia frei, der nach Angaben seines Anwalts am 15. März unter dem Verdacht gefasst worden war, den Brief entworfen zu haben.

 
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