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Die deutsche Sicht auf Chinas Seidenstraße PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 17. Juli 2017 um 07:53 Uhr

Die Exportnation Deutschland ist in hohem Maße auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen. Insofern ist Chinas „Neue Seidenstraße“ auch in Deutschland ein wichtiges Thema. Aber noch sind zu viele Fragen offen.

Die „Seidenstraße“ ist eine deutsche Erfindung. Zumindest der Name. Der geht nämlich zurück auf den deutschen Forschungsreisenden Ferdinand von Richthofen. Richthofen bezeichnete das historisch gewachsene Netz von Karawanenstraßen, das das Mittelmeer auf dem Landweg über Zentralasien mit Ostasien verband, im 19. Jahrhundert erstmalig als Seidenstraße. Richthofens Bezeichnung erfreute sich schon bald ungeheuer Popularität.

2013 nutzte die chinesische Regierung das weltweit bekannte Label, um ihr neues Infrastrukturprojekt, die „One Belt, One Road“-Initiative, bekannt zu machen. Bei der Seidenstraße der Neuzeit handelt es sich um ein in Peking geplantes und zentral koordiniertes Projekt der Superlative: China will Milliarden investieren, um mehrere Wirtschafts- und Handelskorridore zu Land und zur See zwischen China und Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Südasien, Zentralasien und Südostasien zu etablieren.

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Asien für Anfänger – eine Food-Tour durch Hongkong PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 03. Juli 2017 um 07:44 Uhr

Hongkong ist zwar seit 20 Jahren eine Sonderverwaltungszone Chinas. Spuren der britischen Herrschaft aber sind bis heute anzutreffen, vor allem kulinarische. Eine Food-Tour durch eine Metropole, in der neue und alte Einflüsse aufeinanderprallen.

Hongkong bedeutet Duftender Hafen. Für die Briten roch die Insel vor allem nach einem günstigen Aussenposten für den Handel. 1841 besetzten sie ein hügeliges Eiland, an China zurück gaben sie am 1. Juli 1997 eine Metropole. Das britische Erbe ist noch allgegenwärtig. Die U-Bahn-Stationen heissen Prince Edward oder Admiralty, der Aussichtsberg sowie der Hafen wurden nach Königin Victoria benannt, der Verkehr fliesst auf der linken Seite, neben Kantonesisch ist Englisch immer noch eine offizielle Sprache.

Die Briten schifften Teeblätter aus Fernost nach Europa und verbreiteten ihre Teekultur in Asien. Noch heute wird in den Luxushotels jeden Nachmittag der High Tea serviert: Tee und akkurat zugeschnittene Mini-Sandwiches, Scones mit Marmelade und Sauerrahm. Auch die Hongkonger hätten unter der britischen Herrschaft gern Afternoon Tea getrunken, doch konnten sie sich das nicht leisten.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Juli 2017 um 07:51 Uhr
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Reise: Die Mongolei und das religiöse Erbe der Nomaden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 12. Juni 2017 um 08:55 Uhr

In der Mongolei beeindruckt nicht nur die Natur, sondern auch die Geschichte und Kultur des Landes. Eine 18-tägige Reise von Neue Wege, Veranstalter für bewusste, gesunde und natürliche Reisen, zeigt, was gemeint ist.

Die Reise wird 2017 fünf Mal zwischen Juni und August angeboten. Wer mitfährt, übernachtet in Jurten, meditiert mit Mönchen und lässt sich von der Weite des Landes in den Bann ziehen. Mit Start und Ziel in Ulaanbaatar stößt man unmittelbar nach der modernen Großstadt auf Steppe und Halbwüste, später auf das weite Tal des Orkhon Flusses, heiße Quellen, Wasserfälle und Waldtaiga, aber auch auf das Khangai Gebirge vulkanischen Ursprungs mit seinem „weißen See“.

Teilnehmenden der Neue Wege-Reise offenbart sich dieses Erlebnis. Manch ein Ziel wird zu Fuß erwandert, andere wahlweise auch zu Pferde.

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Hongkong: Kochen Sie auch auf dem Klo? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Montag, den 12. Juni 2017 um 08:51 Uhr

Hongkong hat mit mehr als sieben Millionen Einwohnern die viertgrößte Bevölkerungsdichte der Welt. 200 000 Menschen von ihnen leben in 88 000 unfassbar winzigen Wohnungen. Das schätzt die „Society for Community Organisation“ (SCO).

Wobei – Wohnung ist das falsche Wort für die Ein-Raum-Streichholzkisten, in denen die Menschen ihr ganzes Leben verstauen müssen: Matratzen, Fernseher, Anziehsachen, Bücher, Duschgel, Kalender, Krimskrams.
Eine ehemalige Abstellkammer, eine Nische über dem Kühlschrank oder einfach irgendwo eine Ecke, gerade mal mit einem Vorhang abgetrennt: Haushaltsgehilfinnen in Hongkong sind häufig sehr schlecht untergebracht. Eine neue Studie der Hilfsorganisation „Mission for Migrant Workers“ (MFMW) zeigt: Drei von fünf Haushaltshilfen schlafen in Räumen, die noch andere Funktionen haben, etwa die Küche, oder in Räumen, die zum Wohnen eigentlich gar nicht gedacht sind.

 
Tourismus auf den Spuren der Seidenstraße PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: thomas.jaeger   
Dienstag, den 06. Juni 2017 um 04:18 Uhr

Reisebüros betrachten die Seidenstraßen-Initiative als große Chance zur Förderung der globalen Konnektivität. Der in Beijing ansässige China Youth Travel Service (CYTS) zählt zu den frühen Vögeln, die in der Initiative neue Möglichkeiten suchen. Er organisiert unter anderem Reisegruppen in den Iran und nach Russland. Feng Ruobin, Direktor für Vertrieb und Marketing, hofft, dass die Kunden von CYTS die Welt aus einer neuen Perspektive sehen könnten.

„Unsere Kunden haben mehr Geld, das sie ausgeben können und stellen höhere Ansprüche an ihre Reisen. Sie möchten neue Wege einschlagen und an neue Orte gehen. Deshalb empfehlen wir ihnen Länder mit einer langen Geschichte und starker kultureller Prägung. Sie haben die einzigartige Erfahrung, die alte Seidenstraße mit dem heutigen Wirtschaftsgürtel vergleichen zu können. Sie können auch die Reiseroute der maritimen Seidenstraße wählen. Unser Ziel ist, ihnen durch kulturellen Austausch neue Perspektiven zu eröffnen."

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