Kommentar: China zeigt uns den Stinkefinger

Chinas Präsident Xi Jinping
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In der vergangenen Woche enthüllten EU-Experten, wie die chinesische Regierung bewusst Desinformation über das Corona-Virus verbreitet. Aber weil Peking Druck machte auf Brüssel, wurde der offizielle EU-Bericht umgeschrieben und schöngefärbt. Was für ein Kotau!

Auch die deutsche Regierung droht jede Glaubwürdigkeit zu verlieren. Sowohl Außenminister Heiko Maas als auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeigten sich in den vergangenen Wochen davon überzeugt: China müsse eine „konstruktive Rolle“ spielen bei der Aufklärung, wie das Corona-Virus überhaupt entstehen konnte.

Und was macht China? Zeigt uns allen den Stinkefinger!

Jede Forderung nach Transparenz wird mit einer neuen Lüge beantwortet, jede Aufklärung verweigert. Machthaber Xi Jinping kann nur so vorgehen, weil er weiß, dass allein die wirtschaftliche Drohkulisse fast alle Politiker vor China einknicken lässt. Deutsche Unternehmen zu viel zu verlieren haben. Der lange Arm Chinas reicht deshalb in alle Ministerien und bis ins Kanzleramt.

Dabei müsste für die Staatschefs der EU spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen sein, endlich über Sanktionen zu sprechen. Was sollen wir uns denn noch alles bieten lassen?

Wer so offen klarmacht, dass keine unabhängige Aufarbeitung gewünscht ist, woher das Virus stammt, muss endlich harte Konsequenzen spüren.